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Mai 23rd, 2007

Springer AG übernimmt Zanox

Posted by warper in Standard

Wie schon vor einiger Zeit im Blog angesprochen wird nun nach Vorbehalt durch die Kartellbehörde die Zanox AG von der Axel Springer AG übernommen. Der Kaufpreis beläuft sich nach Angaben von Heise über 215 Millionen Euro zuzüglich erfolgsabhängiger Zahlungen. Schade, aber so spielt das Leben. Wir wünschen der Zanox weiterhin große Erfolge.zanox.png

Mai 17th, 2007

Apple Remote an Mac binden

Posted by Holger in Mac

Wer einen mobilen Mac der neuen Intel Generation besitzt freut sich sicherlich öfters über die mitgelieferte Apple Remote Fernbedienung. Jedoch hat der Spaß ein Ende wenn ein andere Besitzer einer solchen nur Unsinn im Kopf hat und deinen eigenen Mac damit karpert. Abhilfe schafft das Deaktivieren des IR Empfängers, jedoch ist es zimelich Nervtötend diesen bei Gebrauch immer erneut zu aktivieren. Die elegantere Lösug besteht darin die eigene Apple Remote mit dem eigenen Mac fest zu verbinden. Die sist auch nicht schwer, drückt auf der besagten Remote einfach für ein paar Sekunden folgende Tastenkombination:

“Menu+Next (Pfeil nach rechts)”, ihr solltet nun einen Hinweis auf eurem Bildschirm sehen ob alle sgeklappt hat. Über die Systemeinstellungen kann man diese Verbindung natürlich wieder rückgängig machen.

Mai 11th, 2007

3D Desktop unter Linux - Xgl und Compiz

Posted by Lestat in X Server

Windows Vista ist nun endlich (?) erhältlich und viele fragen sich: was hat Microsoft da eigentlich die ganze Zeit gemacht? Ausser ein paar schlecht von Apples MacOS X abgekupferten graphischen Aufbesserungen und einer stärkeren Gängelung der Nutzer (”Sind Sie sich wirklich ganz ganz sicher, dass sie das Programm deinstallieren wollen?”) nichts neues.

Ach ja, sagte ich da graphische Aufbesserungen? MacOS X hat bereits gezeigt, dass ein heutiger Desktop weitaus mehr können muss. Getreu dem Motto “Das können wir auch und zwar noch besser” habe ich mich mal ein bisschen mit 3D Desktops für den X-Server beschäftigt. Heute sind der speziell für diesen Anwendungsfall entwickelte X-Server Xgl und der Fenstermanager Compiz dran.

Der 3D Würfel von Compiz

Bei der Beschreibung der Installation halte ich mich grösstenteils an Gentoo, da dies die von mir eingesetzte Distribution ist.

Als erstes benötigen wir Xgl. Da sich dieser noch sehr im Anfangsstadium der Entwicklung befindet, ist er noch nicht im offiziellen Portage Tree verfügbar. Um Xgl nun emergen zu können, müssen wir erstmal das xeffects Overlay hinzufügen. Dies macht man über den Overlay-Manager layman.

emerge -va layman
echo "source /usr/portage/local/layman/make.conf" >> /etc/make.conf

Nun kann das Overlay installiert werden:

layman -f -a xeffects

Da Xgl wie gesagt noch im Alpha Stadium ist, müssen folgende Zeilen zur /etc/portage/package.keywords hinzu gefügt werden:

x11-base/xgl
media-libs/mesa
x11-libs/libdrm
x11-wm/compiz
x11-libs/libcm

Für Xgl wird die Vektorgrafikbibliothek cairo benötigt. Falls die noch nicht installiert ist, sollte man sie emergen (oder zumindest auf aktuellen Stand bringen) und anschliessend pango und gtk+ aktualisieren. Anschliessend können Xgl und compiz nun installiert werden. Ausserdem wird die mesa Bibliothek benötigt. Compiz sollte dabei mit dem USE-Flag gnome und falls man KDE benutzt noch zusätzlich mit dem USE-Flag kde kompiliert werden (/etc/portage/package.use). Leider benötigt man das gnome USE-Flag auch unter KDE, da sich compiz sonst nicht konfigurieren lässt:

emerge -av mesa xgl compiz

Damit wären Xgl und compiz erstmal installiert. Nun kann man compiz entweder über das gconftool oder bequemer über die grafischen Tools gconf-editor bzw. compiz-settings (müssen beide noch zusätzlich installiert werden) konfiguriert werden. Siehe dazu auch das Gentoo Compiz HowTo.

Zum Testen starten wir nun den Xgl Server inklusive compiz in einem extra Fenster:

Xgl :1 -ac -accel glx:pbuffer -accel xv:pbuffer &
LD_LIBRARY_PATH=/usr/lib/opengl/xorg-x11/lib/ DISPLAY=:1 compiz gconf &
DISPLAY=:1 gtk-window-decorator &
DISPLAY=:1 xterm &

Dies öffnet ein Fenster, in dem der Xgl Server mit einer Instanz des xterm Terminals läuft. Für KDE kann man anstatt des gtk-window-decorator den kde-window-decorator benutzen. Wenn man nun ein Fenster mit Xterm drin zu sehen bekommt, hat alles geklappt. Falls alles etwas langsam ist, sollte man überprüfen, ob die 3D Beschleunigung der Grafikkarte auch aktiviert ist:

glxinfo | grep rendering

Steht dort nun “no”, dann sollte man sich nochmal mit einem Howto für hardwarebeschleunigtes 3D für seine Grafikkarte auseinander setzen.

Wenn dies nun Zufriedenstellund funktioniert, kann man Xgl anstatt des normalen X-Servers starten lassen. Für KDE ändert man dazu folgenden Eintrag in der Datei /usr/kde//share/config/kdm/kdmrc:

ServerCmd=/usr/bin/Xgl -br -ac -accel glx:pbuffer -accel xv:pbuffer

Für andere Window Manager verweise ich auf das offizielle Gentoo Xgl Howto.

Zum Schluss muss nurnoch Compiz gestartet werden. Dies erreicht man unter KDE z.B. über ein Autostart Script (~/.kde/Autostart/compiz.desktop):

[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Exec=compiz –replace decoration wobbly fade switcher minimize cube rotate zoom scale move resize place & kde-window-decorator &
GenericName[en_US]=
StartupNotify=false
Terminal=false
TerminalOptions=
Type=Application
X-KDE-autostart-after=kdesktop

Voila, nun sollte Xgl samt Compiz beim Starten des X-Servers automatisch geladen werden. Viel Spass mit dem neuen 3D Desktop.

Beim nächsten Mal ist dann die Xorg-Erweiterung AIGLX und der Compisite Manager Beryl dran.

Umklappeffekt von Compiz

Tabbing unter Compiz

Mai 9th, 2007

UMTS unter Linux mit der Novatel Wireless Merlin u630

Posted by Lestat in Linux, Wireless

Voraussetzung für dieses Howto ist eine bereits funktionsfähige UMTS Karte. Wie man bis dahin kommt, kann man z.B. in Franks Howto zur Einrichtung einer PCMCIA UMTS Karte unter Linux nachlesen.

Erste Voraussetzung um unter Linux eine UMTS Verbindung herstellen zu können, ist die Kenntnis der benötigten AT Kommandos der jeweiligen Karte. Da diese je nach Modell und Typ unterschiedlich sind, muss man entweder eine entsprechende Referenz zu Rate ziehen oder sich die Kommandos anschauen, die der Windows-Treiber benutzt. Unter Windows natürlich ;)

Für Besitzer von Novatel Wireless Karten mit Merlin Chipsatz sollte folgende Seite hilfreich sein: Debian 3G Howto.

Um nun eine Verbindung herstellen zu können, benötigt man zuerst das Point-To-Point Protokoll (ppp). Unter Gentoo kann man das einfach über ein emerge ppp installieren, falls es noch nicht vorhanden sein sollte.

Um die Verbindung nun herzustellen, gibt es verschiedene Mittel und Wege. Der direkteste wäre ein entsprechendes ppp-Script. Da ich aber zu faul für sowas bin, hab ich mich dazu entschieden, das Programm wvdial zu benutzen. Für ganz Faule gibt es dafür auch ein Qt-Frontend (qtwvdialer) ;)
Aber uns reicht im Moment das normale wvdial.

emerge wvdial

Nun benötigen wir noch eine passende Konfiguration für wvdial. Dazu legt man z.B. eine Datei .wvdial.conf im Home-Verzeichnis mit folgendem Inhalt an (Zeilen mit Semikolon am Anfang sind Kommentare):

[Dialer Defaults]
;für /dev/modem das richtige Interface angeben oder Symlink setzen
Modem = /dev/modem
ISDN = off
Modem Type = Analog Modem
Baud = 230400
;die ATI gibt Hersteller und Typ des Modems aus
Init = ATI
Init2 = ATE0V1&D2&C1S0=0
;IFC gibt den Verbindungsmodus an (hier UMTS & GPRS)
Init3 = AT+IFC=2,2
;mit CPIN wird der PIN gesetzt, anstelle von XXXX die PIN eintragen
Init4 = AT+CPIN=XXX
;CSQ gibt die Signalstärke zurück
Init5 = AT+CSQ
;das AT Kommando zum Setzen des APN erhält man vom Anbieter (hier O2)
Init6 = AT+CGDCONT=1,"IP","surfo2"
Init7 =
Init8 =
Init9 =
;Nummern mit denen sich das Modem verbinden soll
Phone = *99#
Phone1 = *99***1#
Phone2 =
Phone3 =
Phone4 =
Dial Prefix =
Dial Attempts = 1
Dial Command = ATM1L3DT
Ask Password = off
;Passwort und Nutzername sind unwichtig
Password = web
Username = web
Auto Reconnect = off
Abort on Busy = off
Carrier Check = off
Check Def Route = on
Abort on No Dialtone = on
Stupid Mode = off
Idle Seconds = 0
Auto DNS = on

Nun muss man nurnoch wvdial als root (bzw. mittels sudo) mit der erstellten Konfiguration starten:

wvdial --config .wvdial.conf

Wichtige Hinweise: ich empfehle vor dem Öffnen der UMTS Verbindungen andere Netzwerkdevices (z.B. WLAN) zu deaktivieren und falls ein default Gateway gesetzt ist, dieses zu löschen (route del default). Eventuell ist es auch notwendig, die vom Provider angegebenen DNS Server manuell in der /etc/resolv.conf zu setzen.